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Sportliche Leitideen im HLZ Ahlener SG

Welche Leitlinien verfolgen unsere Jugendtrainer im Handball-Leistungs-Zentrum in der Jugendarbeit? Antworten auf diese Frage geben unsere beiden Trainer Martina Michalczik und Frederik Neuhaus im Video. 

Weitere Informationen zum Landesleistungsstützpunkt Münsterland und der gesonderten Talentförderung im Jugendbereich sind ebenfalls auf den folgenden Seiten zu finden.

Darüber hinaus sind weitere Inhalte und Informationen zu unserer Jugendarbeit zu den Themen Trainingsarbeit, Athletik-Training und medizinische Betreuung auf weiteren Unterseiten zu finden.

Informationen zur Talent-Sichtung, sowie Ansprechpartner und Voraussetzungen sind ebenfalls hinterlegt.

Das HLZ-Jugendkonzept

Im Folgenden werden Auszüge aus dem HLZ-Jugendkonzept vorgestellt. Hierbei stehen die besonderen Herausforderungen im Breiten- und Leistungssport im Zentrum der Zielsetzung. Ein besonderes Augenmerk wird auf die gezielte Talentförderung im Rahmen des Landesleistungsstützpunkt Münsterland gelegt. 

Zeitungsbericht WN vom 26.10.2013: "Säulen statt Luftschlösser: Ganzheitliche Talentförderung in Ahlen"

HLZ-Jugendarbeit

Die JSG HLZ Ahlen ist die größte Jugendabteilung im Münsterland und zählt zu den größten Jugendabteilungen in Deutschland. Über 350 Spielerinnen und Spieler, Trainer, Betreuer, Organisatoren und Schiedsrichter sind für das HLZ Ahlen aktiv und bilden eine Vereinsstruktur, die weit über den Handballsport an sich hinausgeht. Die Zielsetzungen der HLZ-Jugendarbeit werden nach Altersklassen differenziert und im Folgenden vorgestellt.

Minis und Kids

Die Basis bilden unsere Minis und Kids, die für alle Kinder im Alter zwischen vier und acht Jahren den Einstieg in den Handballsport ermöglichen. Vielseitige Bewegungserfahrungen mit großem Spaß an der Bewegung stehen hier im Mittelpunkt. Die Schulung der koordinativen Grundlagenausbildung und das Zusammenspiel mit anderen im Team ist wichtiger Bestandteil dieser Altersklasse.
Grundprinzip: Mit Spaß zum Erfolg!

E-Jugend

Die Grundlagen des Handballsports und die Erweiterung der vielseitigen Bewegungserfahrungen werden in den Altersklassen zwischen neun und zehn Jahren im Bereich der E-Jugend gelegt. Vor allem erste handballspezifische Grundtechniken, sowie erste individual- und gruppentaktische Fähigkeiten werden gezielt trainiert.

D- und C-Jugend

Im Bereich der D- und C-Jugend (11-14 Jahre) beginnt das gezielte handballspezifische Aufbau-Training mit Schwerpunkten im technischen, koordinativen und athletischen Bereich. Hierzu zählen auch erste Schwerpunkte im Bereich der Verbesserung der Ausdauer, Schnellkraft und Beweglichkeit. Weiterführende und zunehmend komplexere Trainingsgestaltung mit kognitiven Elementen, sowie erste mannschaftstaktische Fähigkeiten in Kombination mit einer Steigerung der Trainingsintensität gehören zur grundlegenden Ausrichtung in diesem Bereich. Die individuelle technische Ausbildung gepaart mit Kleingruppentraining steht  im Vordergrund.

B- und A-Jugend

Der Bereich der B- und A-Jugend (15-18 Jahre) ist auf leistungsorientierteres Training ausgerichtet. Die Trainingsintensität wird deutlich erhöht – mindestens drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche für die ersten Mannschaften sollen in den Leistungs-Teams eine intensive Trainingsgestaltung ermöglichen. Schwerpunkte werden zunehmend im Bereich des Athletik-Trainings gelegt. Mannschaftstaktische Spielsysteme werden erarbeitet und eine Anbindung an den Seniorenbereich ermöglicht. 

Übergang Senioren - U23

Die Jugend-Ausbildung ist mit dem vollenden der A-Jugend nicht abgeschlossen. Eine U23-Mannschaft (Spieler unter 23 Jahren) soll den Übergang aus der Jugend zu den Senioren erleichtern und die gezielte Jugendförderung in den Seniorenbereich übertragen. Durch die neue Freispielregelung für Spielerinnen und Spieler, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, besteht hier die Möglichkeit, die Jugendspieler gezielt weiter zu entwickeln und zusätzlich in höheren Mannschaften einzusetzen, um diese an das jeweilige Niveau heranzuführen. Hier ist eine enge Kooperation mit den Leistungsteams im Seniorenbereich vorgesehen.

Leitlinien für HLZ-Jugendtrainer

Für die Jugendtrainer gelten folgende Leitlinien, die sie im Rahmen einer ganzheitlichen Persönlichkeitsausbildung ihrer Spieler zu berücksichtigen haben: 

  • Die Betreuung von Nachwuchsspielern darf sich nicht nur auf das Training und Spiel konzentrieren. Für verantwortungsvolle Jugendtrainer ist jeder Nachwuchsspieler gleich wichtig, ob im sportlichen oder außersportlichen Bereich.
  • Nicht nur die individuelle sportliche Entwicklung, sondern vor allem die gesamte Persönlichkeitsentwicklung von Jugendspielern steht für Jugendtrainer im Sinne eines ganzheitlichen Betreuungskonzepts im Vordergrund.
  • Die Jugendtrainer lehnen eine ausschließlich oder weit überwiegend ergebnisorientierte Kinder- und Jugendarbeit, die Ursache vieler Fehlentwicklungen ist, ab.
  • Die Jugendtrainer fördern die Eigenverantwortlichkeit ihrer Nachwuchsspieler und fördern die Integration ins Team.
  • Die Jugendtrainer sind sich als anerkannte Bezugsperson ihrer Vorbildfunktion gegenüber den heranwachsenden Kindern und Jugendlichen bewusst.
  • Kinder und Jugendliche werden als eigenständige Persönlichkeiten angesehen.
  • „Fehler“ der Kinder in Training und Spiel werden nicht als „Fehler“, sondern als „Entwicklungshelfer“ angesehen.
  • Eigeninitiative, Selbstständigkeit und Spontanität sind sowohl im Handballspiel als auch außerhalb des Handballs zu fördern.
  • Kreativität fördern heißt: Spiel und Training nicht permanent reglementieren, sondern Freiräume schaffen, ausprobieren und frei Spielen lassen.
  • Partizipation wird großgeschrieben: Kinder und Jugendliche können im sportlichen und außersportlichen Bereich altersgemäß mitbestimmen und mitgestalten.

(Quelle: DHB-Jugendkonzeption. Stand 2008)

Schule | Sport | Beruf

Besonderen Wert legt das HLZ auf sein 3-Säulen-Konzept. Die Gestaltung von sportlichen Karrieren geht dabei immer einher mit einer bestmöglichen Kombination aus den Bereichen Schule, Sport und Beruf. Folglich werden die Nachwuchstalente im Handball-Leistungs-Zentrum Ahlener SG ganzheitlich betreut und gefördert. 

Neben Bewerbungstrainings und Nachhilfe-Angeboten bietet das HLZ seinen Nachwuchsspielerinnen und -Spielern in Zusammenarbeit mit Partnern und Sponsoren Unterstützung bei der Praktikums- und Ausbildungsplatzvermittlung an. Zusätzlich werden besonders ambitionierte Nachwuchstalente von erfahrenden Mentoren aus dem sportlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereich begleitet. 

Zeitungsbericht WN vom 15.04.2014: "Gewinn für alle Seiten: Drei-Säulen-Modell des HLZ"

Zeitungsbericht WN vom 29.10.2013: "Michael Pokorny über die Philosophie beim HLZ Ahlen"

Psychosoziale Ziele

Ein wichtiges Ziel der Jugendarbeit ist die psychosoziale Ausbildung unserer HLZ-Spielerinnen und Spieler. Hierbei ist ein Vierstufenmodell als Grundausrichtung in der Persönlichkeitsentwicklung vorgegeben. Daher werden sie bewusst auch im sportlichen Teil des Jugendkonzeptes genannt. Die jeweiligen Stufen bauen dabei aufeinander auf.

Stufe 1: (ab Minis) Lernen, mit anderen zusammen zu spielen.

Stufe 2:  (F- bis D-Jugend) Erste Aufgaben für die Mannschaft übernehmen, nicht nur sich selbst, sondern auch die Mitspieler sehen.

Stufe 3: (D- und C-Jugend) Verantwortung für die Mannschaft übernehmen und sich für andere einsetzen. 

Stufe 4: (B- und A-Jugend) Feste Aufgaben für die Mannschaft übernehmen und mannschaftsdienlich spielen können.

Der Umgang mit Suchtmitteln & Doping

Alle HLZ-Jugendtrainer, Betreuer und sonstige Mitarbeiter sind verpflichtet, sich an das geltende Jugendschutzgesetz zu halten. Hierzu zählt insbesondere der Umgang mit den Themen Alkohol, Rauchen, Drogen- und Medikamentenkonsum sowie Doping. 

Die Abgabe von Alkohol an Jugendliche unter 16 Jahren ist untersagt. Insbesondere auf Vereinsveranstaltungen ist darauf zu achten, dass auch ältere Jugendliche einen maßvollen Umgang mit dem Thema Alkohol betreiben. Die HLZ-Trainer stehen hier mit ihrer Vorbildfunktion besonders im Fokus und müssen sich dieser Rolle bewusst sein. 

Soweit es möglich ist, versuchen Sie darüber hinaus die Jugendlichen zu einem bewussten Umgang mit dem Thema Alkohol und dem Ablehnen sonstiger Suchtmittel zu erziehen. Insbesondere in den leistungsorientierten ersten Mannschaften muss den Jugendlichen vermittelt werden, dass Leistungssport und Alkohol und Rauchen nicht in Einklang gebracht werden können. Zusätzlich ist insbesondere bei Kaderathleten eine Intensivierung hinsichtlich den Dopingvorschriften des Deutschen Olympischen Sportbunds vorzunehmen. 

Das Ziel des HLZ Ahlen in der Jugendausbildung ist es, Jugendlichen auch außerhalb des Vereinslebens zu einen bewussten Umgang mit dem Thema Alkohol  zu bewegen und sie dazu zu ermuntern, jegliche anderen Suchtmittel konsequent abzulehnen. 

Die Einnahme von leistungssteigernden Substanzen oder Medikamenten ist strengstens untersagt und darf weder unterstützt noch stillschweigend geduldet werden.

Jegliche Verstöße der Jugendlichen im Bereich der Suchtmittel wird unverzüglich durch die Trainer oder Betreuer der HLZ-Jugendleitung gemeldet.

 „Auch Seniorenspieler und andere Vereinsmitglieder müssen sich ihrer Vorbildfunktion für die Jugendlichen bewusst sein und entsprechend handeln!“

Die Rolle der HLZ-Eltern

Eine wichtige Rolle bei der Durchführung des Spielbetriebes einer Saison kommt den Eltern der Spielerinnen und Spieler zu. Ohne deren Hilfe (z.B. Fahrdienste zu Auswärtsspielen, Bewirtungsdienste etc.) ist der Saisonablauf nicht durchführbar. 

Vor Beginn jeder Saison wird für jede Mannschaft ein Elternabend durch die jeweiligen Trainer organisiert, auf dem die Eltern über den Saisonablauf, die Trainingsziele und die Unterstützung informiert werden. Gemeinsam soll für die Kinder ein bestmögliches Gesamtergebnis geschaffen werden. Über den langfristigen Kontakt sollen die Eltern zur Teilnahme am Vereinsleben motiviert werden und zunehmend auch Aufgaben in dieser Gemeinschaft übernehmen.

Auch am Spielfeldrand haben die Eltern eine Vorbildfunktion - nicht nur den eigenen Spielern gegenüber. Respektvoller und fairer Umgang mit Jugendspielern, Schiedsrichtern, Trainern und Fans werden im HLZ Ahlen von allen Beteiligten gefordert.

Im Rahmen der ganzheitlichen Ausbildung der Nachwuchsspieler wird der Schnittstelle Eltern-Trainer eine besondere Rolle angedacht. Die sportlichen und schulischen Leistungen in Einklang zu bringen ist nicht immer leicht. Daher ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Eltern und Trainern erforderlich. Die HLZ-Jugendspieler sind verpflichtet dem Trainer eine Zeugniskopie nach Erhalt eines Zeugnisses vorzulegen. Ggf. kann bei nachlassenden schulischen Leistungen eine Teilnahme am HLZ-Nachhilfeprogramm oder in schwerwiegenden Fällen eine Anpassung der Trainingsintensität vorgenommen werden.