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"Rot ist die Farbe des Teufels"

Der Jubel kannte nach dem Schlusspfiff keine Grenzen. Die Handballfrauen der Ahlener SG hatten es tatsächlich wahrgemacht und den VfL Sassenberg besiegt. Mit 34:32 (19:12)-Toren setzten sich die Ahlenerinnen durch und zeigten vor 300 Zuschauern eine starke Leistung. „Das hat richtig Spaß gemacht. Die Halle war pickepacke voll. Ganz großes Lob an den VfL, wie sie das organisiert haben. Das war Werbung für den Frauenhandball“, freute sich Trainer Uwe Landau nach dem Spiel.

Beide Landesligisten begannen verhalten. Keine der beiden Mannschaften setzte sich zunächst ab. Allerdings nahm mit der Zeit die Partie immer mehr Tempo auf. Trainer Uwe Landau hatte die Abwehr so aufgestellt, dass Verena Stockmann nur durch Standardsituationen zum Torerfolg kam. Im weiteren Verlauf des Spiels erhöhte die ASG den Druck und baute die Führung aus. Isabell Exner zeigte eine überragende Partie und setzte ihre Mitspielerinnen sehr gut ein. In der Defensive überzeugten die Ahlenerinnen mit einer gutgestaffelten Deckung. Dahinter stand mit Anna Bolte eine starke Torhüterin, die viele Chancen der Gastgeberinnen vereitelte. „Ich muss ihr echt ein Lob aussprechen. Sie hat trotz ihrer Verletzung die Zähne zusammengebissen und war für uns ein großer Rückhalt“, lobte Landau seine Schlussfrau. Ahlen spielte mit viel Leidenschaft und setzte sich zur Pause auf sieben Tore ab. Aufgeben ist für den VfL Sassenberg ein Fremdwort und daher wusste man im Ahlener Lager, dass die Gastgeberinnen noch einmal zurückkommen würden. So war es dann auch. Sassenberg kämpfte sich wieder heran. Ahlen stemmte sich dagegen und wer als Zuschauer bis jetzt nicht von der Partie begeistert war, dem war nicht mehr zu helfen. Bis zur letzten Minute blieb die Partie spannend. Ahlen setzte sich letztendlich verdientermaßen durch. Das die Ahlenerinnen in roten und nicht in ihren geliebten schwarzen Trikots spielen mussten, brachte ihnen übrigens kein Pech. „Ich hab Ihnen gesagt, rot ist die Farbe des Teufels“, grinste Landau. Scheint geholfen zu haben.

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Trotz Verletzung lieferte Anna Bolte in Sassenberg eine hervorragende Leistung ab. (Foto: Toppmöller)