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Verletzugnsprävention in Trainingsalltag integrieren

Am gestrigen Mittwoch stelle HLZ-Arzt Bernd Allzeit (Orthopäde und Sportmediziner) den Spielerinnen und Spielern den mJC1, mJB1 und wJA sein Übungskonzept vor, welches er in den vergangenen drei Jahren zusammen mit dem HLZ entwickelte. 

Das Hauptziel ist die Reduktion der Verletzungen, die durch stetig wiederkehrende Bewegungsmuster im Handball bereits bei Jugendspielern entstehen. Beispielsweise werden durch das permanente Werfen mit einem Arm ungewollt muskuläre Dysbalancen (übertrainierte Muskelbereiche) aufgebaut, die zu zahlreichen Problemen im gesamten Körper führen können. Häufig sind Verletzungen im Schulter-, Knie- oder Sprunggelenkt Ergebnisse dieser Dysbalancen.

Diesen Mustern muss durch ein gezieltes Training entgegengewirkt werden, um eine langfristige und möglichst verletzungsarme Handballkarriere ermöglichen zu können. Hierzu wurde ein Trainingsprogramm aus 15 Übungen entwickelt, die ohne Schwierigkeiten in weniger als einer halben Stunde zwei Mal in der Woche durchgeführt werden können. Das einzige Hilfsmittel das benötigt wird ist ein herkömmliches Theraband.

Im HLZ wird dieses Programm bereits seit über zwei Jahren jeden Mittwoch mannschaftsübergreifend nach dem Training durchgeführt. „Das Bewusstsein der Spieler für das Thema Verletzungsprävention und die Bedeutung für ihre eigene Leistungsfähigkeit hat bei den Spielern seitdem deutlich zugenommen. Gleichzeitig haben wir so gut wie gar keine Probleme mehr mit Bänderrissen im Sprunggelenk“ zeigt sich HLZ-Trainer Frederik Neuhaus überzeugt von dem Programm.

Alle Übungen samt Erklärungen wurden gestern auf Video aufgezeichnet und in Fotoserien festgehalten und werden zukünftig allen HLZ-Teams, sowie interessierten Trainern der Region zur Verfügung gestellt.