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mJC1 im Finale um Westfalenmeisterschaft

Was für eine Energieleistung in der zweiten Halbzeit des Halbfinal-Rückspiels um die Westfalenmeisterschaft der männlichen C1-Jugend des HLZ Ahlen. Nach der knappen 26:23 Hinspielniederlage in Minden am vergangenen Mittwoch kamen die Jungs von Martina Michalczik und Ludger Trost wie ausgewechselt aus der Kabine und stellten den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf. So sicherten sie sich mit einem 19:16-Sieg aufgrund der mehr geworfenen Auswärtstore verdient das Final-Ticket. 

Zwei so unterschiedliche Halbzeiten hat die alt ehrwürdige Friedrich-Ebert-Halle in Ahlen lange nicht mehr erlebt. Im ersten Durchgang zeigten sich die HLZ-Jungs ungewohnt nervös, spielten über weite Strecken fahrig und verloren zahlreiche Bälle. Folglich standen zum Pausentee, den insbesondere die gut 300 Zuschauer auf der Tribüne dringend benötigten, nur 6 Tore auf der Habenseite zu Buche. Die Mindener nutzten die sich ihnen bietenden Chancen besser und gingen mit 6:9 in die Kabine.

Wie ausgewechselt aus der Kabine
Dort muss Martina Michalczik genau die richtigen Worte gefunden haben, denn der Ahlener Nachwuchs kam wie ausgewechselt aus den Katakomben. Nach nur sechs Minuten trafen nacheinander zunächst zwei Mal Benito Geisert, dann Eric Zacharias zum Ausgleich und im direkten Anschluss Samuel Lakebrink und Jannis Hoff zur 12:10 Führung. Conny Kulisch, Trainerin von GWD Minden reagierte sofort und nahm eine Auszeit. Diese zeigte Wirkung, Minden konnte zum 13:13 und 14:14 in der 36. Minute ausgleichen, dann jedoch wuchs ein Ahlener Spieler über sich hinaus: Tom Budde vernagelte sein Tor und parierte einen freien Wurf und Siebenmeter nach dem Nächsten. Einzig im Angriff wollten nicht alle Bälle ins Tor, so dass das Spiel weiterhin offenblieb. Ahlen konnte sich jedoch im Anschluss auf 18:16 absetzen und erhielt sage und schreibe in der 42. Minute! den ersten Siebenmeter zugesprochen, wohingegen Minden bis zu diesem Zeitpunkt bereits 8 Siebenmeter von den Unparteiischen zugesprochen bekommen hatte. Selbst neutralste Beobachter auf den Tribünen konnten dieses Strafenverhältnis nicht nachvollziehen, nahm es doch maßgeblichen Einfluss auf den Spielverlauf.

All dies ließen die HLZ-Jungs jedoch an sich abperlen und kämpften weiter. Beim Stand von 18:15 in der 42. Minute war eben jener 3-Tore Vorsprung, der zum Erreichen des Finales benötigt wurde erstmals erreicht. Die Halle stand Kopf. Minden glich jedoch noch einmal aus, bevor Samuel Lakebrink in der 47. Minute den alles entscheidenden Treffer zum 19:16 erzielte. Diesen Vorsprung gaben die HLZ-Jungs bis zum Ende nicht mehr ab und zogen so das nach der ersten Halbzeit schon in weiter Ferne geglaubte Final-Ticket.

Am kommenden Dienstag steht nun bereits das erste Finalspiel um die Westfalenmeisterschaft bei der JSG NSM Nettelstedt auf dem Plan. Durch den Einzug ins Finale sicherten sich die HLZ-Jungs gleichzeitig den Einzug ins Halbfinale um die Westdeutsche Meisterschaft, welche im April gegen die Teams aus Düsseldorf und Dormagen ausgetragen wird. Zuvor liegt der Fokus ab der kurzfristig anberaumten morgigen Trainingseinheit jedoch auf dem Final-Klassiker Nettelstedt-Ahlen. 

Das HLZ gratuliert zur Spitzenleistung und wünscht viel Erfolg im Finale!

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Stehen nach einer Energieleistung in der zweiten Halbzeit im Finale der Westfalenmeisterschaft: Die mJC1 des HLZ Ahlen