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mJB1 mit Licht und Schatten bei der Emsdettener Wanne

Am letzten Ferienwochenende stand für die männliche B1-Jugend des HLZ Ahlen das nächste hochkarätig besetzte Vorbereitungsturnier auf dem Plan. Bei der Emsdettener Wanne zeigten der Drittliga-Nachwuchs erneut sehr starke Abwehrleistungen, ließ jedoch im Angriff die Form der Vorwoche zu häufig vermissen. Zu allem Überfluss standen nach Turnierschluss auch noch vier Verletzte zu Buche, die nun bis zum Saisonstart gegen Lemgo in zwei Wochen wieder in Wettkampfform gebracht werden müssen. 

Bei der Emsdettener Wanne traf man unter anderem auf die Teams aus Großwallstadt, Gummersbach, dem Bergischen HC, TV Hüttenberg, dem späteren Turnier Zweiten HC Bremen und der TSG Münster (Hessen). Gegen die körperlich sehr starke Mannschaft der Junioren-Akademie des Traditionsclubs TV Großwallstadt lieferten sich die HLZ-Jungs ein spannendes Duell auf Augenhöhe, welches der 7-fache Bayrischen B-Jugend-Serienmeister (2011-2018) am Ende denkbar knapp mit 16:15 für sich entscheiden konnte.

In der zweiten Partie gegen den ambitionierten Handball-Club aus Bremen zeigten die Ahlener ihr ganzes Können, spielten sich eine zwischenzeitlich komfortable 6-Tore-Führung heraus und hatte den späteren Turnierzweiten mit einer starken Abwehr und schnellem Umschaltspiel gut im Griff. Nach einigen Positionswechseln und dem ein oder anderen unnötigen Ballverlust ließen die Ahlener den Gegner aus der Hansestadt in den letzten Spielminuten noch einmal auf 13:11 herankommen, der Sieg war letztendlich jedoch zu keinem Zeitpunkt mehr gefährdet.

Im dritten Spiel des Tages gegen die aggressiv aufspielende TSG Münster aus Hessen fehlte den Ahlenern nach einem ansehnlichen Beginn und einigen frei vergebenen Chancen im folgenden Verlauf der 25 Spielminuten insbesondere im Angriff der letzte „Punch“. Mit zu wenig Überzeugung und Mut prallten die Versuche ein Tor zu erzielen entweder an der gut aufgelegten gegnerischen Abwehr, dem gleichfalls gut aufgelegten Hessener Torhüter oder dem Pfosten ab. So blieb eine nach dem Spielverlauf gerechte 13:7 Niederlage.

Im letzten Samstagsspiel traf man dann erneut auf den letztwöchigen Gastgeber und Gegner im Spiel um Platz 3, den VfL Gummersbach. Der Bundesliganachwuchs agierte erneut mit starken Angriffsleistungen und einer aktiven 6:0 Deckung. Das Spiel entwickelte sich zum Spiegelbild der Begegnung aus der Vorwoche, mit erneut dem um ein Tor besseren Ausgang für die Gummersbacher. 12:11 zeigte die Anzeigetafel nach 25 gespielten Minuten in der Emsdettener Martinum-Sporthalle.

Verletzungspech und nachlassende Angriffsleistungen am zweiten Turniertag
Ein enges Turnierfeld in der dritten Vorrundengruppe beendeten die HLZ-Jungs am Ende auf Grund des direkten Vergleichs nur auf Platz 4. Somit traf man am Sonntag auf den Bundesliga-Nachwuchs des Bergischen HC und des TV Hüttenberg. Die beiden ambitionierten Teams bissen sich über weite Phasen die Zähne an der stark aufspielenden HLZ-Deckung aus, bis das Verletzungspech die Ahlener mit voller Wucht traf. Bereits vom Vortag außer Gefecht gesetzt war Christopher Supenkamp. Der Allrounder prallte erneut auf seine Verletzung der Vorwoche und wurde aus Sicherheitsgründen am Sonntag nicht mehr auf die Platte geschickt. Dann knickte Abwehrchef Jan Hegemann bei einem Zusammenprall unglücklich im Fußgelenk nach 12 gespielten Minuten gegen den Bergischen HC um.  Zu diesem Zeitpunkt hatte man lediglich 4 Gegentreffer kassiert, jedoch im Angriff gleichzeitig aufgrund zu vieler Fehlwürfe auch nur ein einziges Tor erzielt. Wenige Minuten später musste das Team den Ausfall von Max Kattmann, der bereits am Vortag mit Problemen am Wurfarm laborierte verkraften. Im Angriff lief im gesamten Spiel nicht viel zusammen so stand am Ende eine deutliche, wenn auch unnötige 11:5 Niederlage.

Im letzten Spiel des Tages gegen TV Hüttenberg starteten die Ahlener erneut gut, mussten jedoch erneut nach wenigen Minuten den nächsten Tiefschlag verkraften. Kreisläufer Felix Brutzki verletzte sich nach einem Zusammenprall an der Hüfte und musste von der Platte getragen werden. Die starken Rückraumschützen des TV Hüttenberg konnten in den verbleibenden Minuten nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden, so endete die Partie 9:15 für Hüttenberg.

„Die Abwehrleistung hat mir über weite Strecken des Turnieres sehr gut gefallen. Wir haben uns allerdings an diesem Wochenende zu viele einfach Fehler erlaubt und sind im Angriff nicht mit der nötigen Konsequenz zur Sache gegangen“, resümierte Trainer Frederik Neuhaus das Turniergeschehen und ergänzte: „Daran werden wir in den kommenden zwei Wochen bis zum Saisonstart weiter arbeiten.“

Am kommenden Wochenende steht nun noch ein Trainingstag am Samstag und ein Vergleich gegen die Westfalenauswahl an, bevor es am 09. September mit einem Heimspiel gegen Handball Lemgo in die Oberliga-Saison 2018/2019 geht. 

Turniersieger der Emsdettener Wanne wurde TSV Hannover-Burgdorf, vor dem HC Bremen, dem Bergischen HC und der TSG Münster. 

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War einer von vier Verletzten bei der Emsdettener Wanne: Rückraumspieler Max Kattmann (Foto: Toppmöller)