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Kurzer Prozess beim TV Ravensberg

Wenn 170 Zuschauer mucksmäuschenstill werden, dann scheint was Großes passiert zu sein. Ist es auch, denn die Handballfrauen der Ahlener SG haben den Landeslisten und Tabellenzweiten TV Ravensberg in eigener Halle förmlich vorgeführt und deutlich mit 30:23 (15:12)-Toren gewonnen.

„Ist schon der Wahnsinn, wenn man sieben eigene mitgefahrene Fans hört und der Rest in der Halle ist still. Ich muss sagen, meine Mannschaft hat ein verdammt starkes Spiel gezeigt“, freute sich Trainer Uwe Landau. Die Gäste aus Ahlen spielten wie aus einem Guss und gerade in der ersten Hälfte einen unaufhaltsamen Tempohandball. Grundlage dafür war eine starke Ahlener 5:1-Deckung. In der Spitze mit Cynthia Fitzek, stellten die Ahlenerinnen den Ravensberger Angriff vor große Probleme. Zudem stand mit Luisa Holtmann eine bärenstarke Torfrau zwischen den Pfosten, die viele Durchbrüche der Gastgeberinnen vereitelte. Der Innenblock mit Jessica Bruland und Merle Klement zeigte sich als unüberwindbare Mauer. Zudem lief Cynthia Fitzek geschickt die Passwege der Ravensbergerinnen zu und provozierte damit Fehlpässe. Jeder abgefangene Ball wurde zur erster und zweiter Welle genutzt. Ahlen kam damit zu leichten Toren. „Die gegnerischen Torhüterinnen haben mir leid getan. Die haben wir richtig verschlissen“, sagte Trainer Landau grinsend. Der Verschleiss war wohl so hoch, dass man in den letzten Minuten sogar eine Feldspielern ins Tor stellte, weil die Torhüterin völlig entnervt war. Im zweiten Durchgang hatte Ahlen leichtes Spiel. Die ASG schaltete nun einen Gang zurück und spielte die gegnerische Deckung mit Spielzügen aus. Cynthia Fitzek setzte ihre Mitspielerinnen stark ein. Insbesondere die Außen mit Maike Drewes (10) und Sandy Fitzek (5) kamen immer wieder zum Torerfolg. Im Rückraum wirbelte Laurine Colbatzky die gegnerische Deckung durcheinander. Letztendlich gewann Ahlen hoch verdient und brachte einen Hexenkessel zum Schweigen.

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Sandy Fitzek und die Ahlener SG brachten den TV Ravensberg an den Rand der Verzweiflung. (Foto: Toppmöller)