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mJB1: Am Ende geht die Puste aus

Stark gespielt und noch stärker gekämpft hat die männliche B1-Jugend am vergangenen Samstag. Bereits vor der Partie standen die Vorzeichen nicht gut. Auf ganze 4 Spieler musste das Trainerteam um Frederik Neuhaus verzichten, weitere kamen stark angeschlagen zum Einsatz. Dennoch lieferten sich die HLZ-Jungs ein spannendes Duell mit der Mannschaft aus Letmathe. Am Ende entschieden jedoch die größeren Kraftreserven der Gäste. 

Die erste Hälfte war dabei ein spannender Schlagabtausch mit stetig wechselnder Führung. Erst beim 10:8 gelang es den Ahlenern sich erstmal zwei Tore abzusetzen. Kurze Zeit später glich Letmathe jedoch wieder aus (10:10 – 14. Spielminute). Mit einer sehr aktiven Deckung setzte man die Gäste stark unter Druck. Auch im Angriff wurden immer wieder Lösungen gegen die defensive 6:0 Deckung gefunden. Vorneweg Alexej Demerza, Lorenz Mohr und Noah Schröder fanden wieder und wieder Lösungen die Abwehr zu überwinden und ins gegnerische Tor einzunetzen. Sechs Sekunden vor der Pause steht es 19:19, Ahlen bringt den Ball nicht im Tor unter und Letmathe trifft mit der Pausensirene zum 19:20 Halbzeitstand.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit überschlagen sich dann die Ereignisse. Drei Minuten nach Wiederanpfiff wird Alexej Demerza, bis dahin mit 9 Treffern erfolgreichster Ahlener Werfer, rigoros aus der Luft geholt und knallt mit Rücken und Hinterkopf auf den Hallenboden. Im Affekt begeht er eine Tätigkeit und wird disqualifiziert. Der „Initiator“ wird für sein überhartes Einsteigen jedoch nur mit einer gelben Karte versehen. „Ja, die Tätigkeit darf nicht passieren. Das Spieler so hochgradig verletzungsanfällig aus der Luft gepflückt werden, sie den Fall überhaupt nicht mehr kontrollieren können und wir nur von Glück sprechen können, dass nichts Schlimmeres passiert ist, ist ein absolutes Unding. Die Gesundheit des Spielers wird voll aufs Spiel gesetzt. Wann wenn nicht in der B-Jugend sollen die Spieler lernen das solch ein Abwehrverhalten im Handball nichts zu suchen hat?“ zeigte sich Neuhaus mit der Regelauslegung der Unparteiischen uneins.

In der Folge wird die Personalsituation also noch weiter verschärft. Ein weiterer Spieler weniger verlangte von den Verbleibenden noch mehr Einsatz. Und das machte sich bemerkbar. Mit zunehmender Spielzeit ließ die Konzentration in Abwehr und Angriff nach. Die Torwürfe waren nicht mehr so präzise, die starke Abwehr zeigte mehr und mehr Lücken, die die Gäste geschickt auszunutzen wussten. Der tatsächliche Endstand von 31:38 fällt für das Spielgeschehen jedoch zu hoch aus. 

„Wir haben heute bewusst die Flucht nach vorne gesucht. Bei der Personaldecke blieb uns auch nicht viel anderes übrig. Die Jungs haben das wirklich gut gelöst. Das uns hintenraus die Luft fehlen würde war abzusehen, dennoch haben wir das Spiel bis kurz vor dem Ende offen gestalten können“ ordnete Neuhaus die Leistung seines Teams ein.

Glücklicherweise steht nun eine vierwöchige Pause an, in der die Jungs ihre Krankheiten auskurieren können. Erst am 11.11. geht es um 16:00 Uhr beim TuS Ferndorf weiter.