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Schicksal scheint besiegelt

Weiß, was die Stunde geschlagen hat: Kreisläufer Thorsten Szymanski (rechts). (Foto: René Penno)

Jetzt ist sie da, die Resignation: „Wenn wir es noch packen wollen, müssen wir ja schon alles gewinnen." In den Worten von Thorsten Szymanski, Kreisläufer der Ahlener SG, spürte man eine gewisse Endgültigkeit. Die neuerliche 26:29 (12:12)-Schlappe am Freitagabend vor mageren 365 Zuschauern in der Friedrich-Ebert-Halle gegen den ambitionierten TuS Wermelskirchen scheint das Schicksal der heimischen Drittliga-Handballer besiegelt zu haben. Nun müssen Nägel mit Köpfen für die Oberliga gemacht werden, damit die ASG in der kommenden Spielzeit eine schlagkräftige Truppe ins Rennen schicken kann.

Es war eine von diesen Niederlagen, bei der die treuen Fans irgendwie nie den Eindruck hatten, es könnte am Ende positiv ausgehen für die Hallenherren. Zwar verlief die Partie bis zum 17:17 nach 39 Minuten durchaus ausgeglichen, doch das war mehr der Tatsache geschuldet, dass der Tabellenvierte das Gaspedal nicht richtig durchdrückte. Ganz im Gegenteil, Wermelskirchen agierte bis dato selbst recht unauffällig, machte allerdings kaum Fehler. Und das sollte der Schlüssel zum Erfolg sein.

Knackpunkt der Partie war eben jene Phase zwischen der 39. und 51. Minute, als Ahlen die Luft auszugehen schien, sich individuelle und taktische Schnitzer häuften. Über 21:17 und 23:19 zogen die Gäste mit fünf Treffern davon (25:20). „Wir können das einfach nicht auffangen, wenn bei zwei oder drei Leuten die Luft raus ist", gab Trainer Sascha Bertow zu Protokoll. Und so stand unterm Strich die 19. Niederlage im 23. Spiel.

Egal, was Coach Bertow auch versuchte, um das Blatt zu wenden (4:2-Deckung, siebter Feldspieler), alle Versuche scheiterten kläglich. Und obendrein zeigte die ASG erneut ihre Furcht vom magischen Punkt. Mattes Rogowski vergab gleich zwei Siebenmeter, Thorsten Szymanski einen. Nur ein Strafwurf fand den Weg ins TuS-Netz - zu wenig!

Jetzt ist Trainer Sascha Bertow als Psychologe gefragt. Er muss seine Jungs wieder aufbauen, damit die Spielzeit vernünftig zu Ende gebracht wird.

Und so ganz nebenbei muss er den Kader für die neue Saison zusammenstellen. Wer darf bleiben? Wer kann gehen? Wer will weg? Fragen, auf die es in den kommenden Wochen Antworten geben wird.

(Quelle: Ahlener Zeitung)

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