

Kurz und knackig statt lang und langatmig - das 21. Münsterland-Derby zwischen der Ahlener SG und dem TV Emsdetten fand sein Ende früher, als es der voll besetzten Friedrich-Ebert-Halle lieb war, denn diese Begegnung mit Höhen und Tiefen auf beiden Seiten hätte eine Verlängerung verdient gehabt. Wer weiß, ob die ASG dann doch noch zu einem Punktgewinn gekommen wäre, nachdem sie erst in der Schlussphase so richtig ins Spiel gefunden hatte. So aber gingen die Gäste wie schon im letzten Jahr als Sieger aus dem „Hinspiel“, entführten beim 34:31 (19:17)-Erfolg beide Zähler aus Ahlen.
Nicht ganz unverdient, denn auch wenn die ASG zunächst mit zwei Toren vorn lag (3:1 und 5:3), fand sie von Beginn an nicht die nötige Aggressivität und Aufmerksamkeit, um die Scharfschützen der Gäste am Abschluss aus dem Rückraum zu hindern. Ganz anders die TVE-Deckung: Bereits nach fünf Minuten hatte der komplette ASG-Rückraum unfreiwillig Platz genommen auf dem Parkett der Ebert-Halle, weil Achim Cordes und Co. äußerst rustikal zu Werke gingen. „Das hat den Unterschied gemacht“, so Jan Peveling, der wie Torwart-Kollege Niklas Samuelsson zumeist machtlos war gegen die Geschosse der Gäste. So ging der Tabellendritte aus Emsdetten in Minute zwölf erstmals in Front (10:9) in einer jetzt unglaublich ereignisreichen Begegnung. Die Sieben von Jens Pfänder hatte dabei Mühe, Schritt zu halten mit konsequenten Gästen, weil auch der mit Gustav Samuelsson, Olafur Bjarki Ragnarsson und Rico Bonath nach 25 Minuten komplett neu besetzte Rückraum kein dauerhaft wirksames Rezept fand gegen ein standhaftes Emsdetten, phasenweise unkonzentriert wirkte. Durchaus schmeichelhaft war daher der Pausen-Rückstand von nur zwei Toren (17:19).
„In der zweiten Hälfte haben wir dann defensiv besser agiert“, so Jakob Macke, der die Partie abermals komplett von der Bank aus beobachten musste. Doch als seine Farben die nötige Galligkeit entwickelten, suchten sie den Sieggaranten in den eigenen Reihen vergeblich. Bereits nach 40 Minuten lag die ASG trotz Steigerung über ihrem Gegentor-Schnitt von 26 Treffern und fand außerdem offensiv zu keiner Konstanz. Allein Christoph Wischniewski scheiterte in bester Position dreimal in Serie, während die Gäste souverän die Vorentscheidung besorgten (24:30).
Erst nach der Disqualifikation von TVE-Abwehrchef Patrick Kvalvik nach 45 Minuten sah die ASG noch einmal Land. Und wie: Mit einem Schnellboot näherte sie sich dem rettenden Ufer, zumindest einem Punktgewinn. Jan Peveling parierte sagenhaft gegen TVE-Außen Eelco Weevers und schickte seine Vorderleute auf die Reise, binnen drei Minuten verkürzten diese auf 28:30 (53. Minute) und ließen die voll besetzte Friedrich-Ebert-Halle Kopf stehen - bis Sascha Bertow vom Siebenmeter-Punkt wieder ein Lebenszeichen für den TV Emsdetten abgab und die Nerven der ASG einen weiteren Streich spielten: Zwei weitere Tempo-Gegenstöße ließen die Hallen-Herren ungenutzt, Ragnarsson traf außerdem nur den Pfosten - die Begegnung war entschieden.
(Quelle: Ahlener Zeitung)
Termine
Die Oberliga-Saison 12/13
ist beendet. Im September
geht es weiter!
Newsletter an/abmelden
Gestaltung und Hosting:
Webdesign Leifeld - Ahlen